LageHietzing, westliches Wien
Am besten fürErstbesucher, Familien
ZeitbedarfHalber Tag inklusive Garten
Nächste U-BahnU4 Schönbrunn

Schloss Schönbrunn war über 300 Jahre lang die Sommerresidenz der habsburgischen Kaiser, und hier soll ein junger Mozart einst für Kaiserin Maria Theresia gespielt haben. Heute ist es UNESCO-Weltkulturerbe und mit weit über tausend Räumen einer der größten Schlosskomplexe Europas — wenn auch nur ein Bruchteil davon für Besucher zugänglich ist.

Was es im Schloss zu sehen gibt

Die Führungen führen durch die kaiserlichen Appartements, im von Maria Theresia bevorzugten Rokoko-Stil eingerichtet, wobei die privaten Räume der Familie einen deutlich persönlicheren Eindruck vom Hofleben vermitteln als die repräsentativen Staatsräume. Die beiden Standard-Ticketkategorien sind die Imperial Tour (rund 22 Räume) und die längere Grand Tour (rund 40 Räume, inklusive der Appartements Maria Theresias und des Spiegelsaals, in dem der junge Mozart gespielt haben soll). Audioguides sind inklusive und in vielen Sprachen verfügbar.

Der Garten ist der eigentliche Höhepunkt

Anders als das Schlossinnere ist der Garten frei zugänglich und für viele der bessere Grund für einen Besuch. Von der Terrasse an der Rückseite führen formale Parterres den Blick direkt den Hügel hinauf zur Gloriette — einem Kolonnadenbau, errichtet als Denkmal habsburgischer Macht, heute ein Café mit einem der schönsten Panoramablicke über Wien. Planen Sie mindestens eine Stunde nur für den Weg hinauf und zurück ein, mehr, wenn Sie durch das Irrgarten-Labyrinth oder zur Neptunbrunnen-Ruine abstechen.

Tiergarten Schönbrunn

Der Tiergarten Schönbrunn im Schlosspark ist der älteste noch bestehende Zoo der Welt (gegründet 1752) und gilt durchgehend als einer der besten Zoos Europas. Er wird separat verkauft, teilt sich aber das Gelände mit dem Schloss.

Anreise und Warteschlangen vermeiden

Mit der U-Bahn-Linie U4 bis zur Station Schönbrunn — von dort ist es nur ein kurzer Fußweg zum Schlosstor. Reisebusse kommen meist am späten Vormittag an, daher sind die erste Stunde nach der Öffnung und die letzten zwei Stunden vor Schließung spürbar ruhiger. In der Hochsaison (April bis Oktober) lohnt sich ein online vorgebuchtes Zeitfenster-Ticket, um die Warteschlange an der Kasse zu vermeiden.

Insider-Tipp

Wenn Sie nur Zeit für eine Sache in Schönbrunn haben, lassen Sie das Schlossinnere aus und gehen Sie direkt zur Gloriette. Der Blick über den Garten und die Skyline der Stadt dahinter ist das Postkartenmotiv Wiens — und von der Terrasse vor dem Café aus kostenlos zu sehen.

Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich ein Besuch von Schloss Schönbrunn?

Ja — es ist Wiens beliebteste Sehenswürdigkeit, und das aus gutem Grund. Selbst wenn Sie das kostenpflichtige Schlossinnere auslassen, lohnen sich der freie Garten und der Blick von der Gloriette.

Wie lange dauert ein Besuch in Schönbrunn?

Planen Sie mindestens 2–3 Stunden für die Innenführung plus einen Spaziergang durch den Garten ein, einen halben Tag, wenn Sie auch den Zoo oder die Gloriette besuchen möchten.

Ist Schloss Schönbrunn kostenlos?

Der Garten ist frei zugänglich. Für das Schlossinnere und den Zoo werden jeweils separate Tickets benötigt.