Kaiser Karl VI. gab die Kirche in den 1710er-Jahren in Auftrag, um ein während einer Pestepidemie abgelegtes Gelübde einzulösen, und widmete sie dem heiligen Karl Borromäus, einem gegen die Pest angerufenen Schutzpatron. Das Ergebnis, entworfen von Johann Bernhard Fischer von Erlach, vereint klassische, barocke und sogar vage osmanisch anmutende Elemente zu einem der originellsten Gebäude Wiens.
Der Kuppellift
Was die Karlskirche von den anderen Kirchen der Stadt unterscheidet, ist ein Panoramalift im Inneren, ursprünglich für Restaurierungsarbeiten gebaut und heute für Besucher zugänglich. Er bringt Sie nah an das gewaltige Deckenfresko von Johann Michael Rottmayr heran — nah genug, um Pinselstriche zu erkennen, die vom Boden aus unsichtbar sind — bevor eine kurze Treppe auf eine Plattform mit Blick über die umliegenden Dächer führt.
Warum sich der Umweg lohnt
Die Karlskirche zieht nur einen Bruchteil der Besucher an, die zum Stephansdom kommen, was sie zu einem wirklich ruhigen Ort zum Verweilen macht, und der Kuppellift ist eine Besonderheit, die Sie in keiner anderen großen Wiener Kirche finden. Sie liegt zudem direkt am Karlsplatz, neben dem Wien Museum und einen kurzen Spaziergang vom Naschmarkt entfernt.
Insider-Tipp
Prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch — wie die meisten aktiven Kirchen in Wien schließt die Karlskirche während Gottesdiensten für Besucher.
Häufig gestellte Fragen
Kann man in der Karlskirche in die Kuppel hineingehen?
Ja — ein Lift und eine kurze Treppe bringen Besucher nah an das Deckenfresko der Kuppel und auf eine Aussichtsplattform.
Wie komme ich zur Karlskirche?
Ein kurzer Spaziergang von der Station Karlsplatz, die von den Linien U1, U2 und U4 bedient wird.