LageNeuer Markt, Innere Stadt
Am besten fürHabsburger- und Sisi-Geschichte
Zeitbedarf45–60 Minuten
Nächste U-BahnU1/U3 Stephansplatz

Die Kaisergruft dient seit dem 17. Jahrhundert als wichtige Begräbnisstätte der Habsburger. Heute befinden sich hier die sterblichen Überreste von rund 150 Mitgliedern der Dynastie in Räumen voller Sarkophage — von relativ schlichten Metallsärgen bis zu monumentalen barocken Grabmälern.

Die bekanntesten Gräber

Kaiser Franz Joseph I., Kaiserin Elisabeth „Sisi“ und Kronprinz Rudolf liegen gemeinsam in einem der meistbesuchten Bereiche. Wer zuvor das Sisi Museum in der Hofburg gesehen hat, bekommt hier einen sehr direkten historischen Abschluss.

Maria Theresias Sarkophag

Der große Doppelsarkophag Maria Theresias und Franz I. ist das visuelle Zentrum der Gruft. Seine Größe zeigt, dass diese Gräber nicht nur Begräbnisorte, sondern auch politische und künstlerische Aussagen waren.

Was die Gruft besser zeigt als ein Schloss

Paläste zeigen Zeremoniell; die Kaisergruft zeigt Generationen. Beim Gang an Herrschern, Ehepartnern und Kindern vorbei wird der Habsburger-Stammbaum greifbarer und viele Namen aus Hofburg und Schönbrunn ordnen sich besser ein.

Die habsburgische Bestattungstradition

Bei manchen Habsburgern wurden Körper, Herz und Eingeweide an verschiedenen Orten beigesetzt: der Körper in der Kaisergruft, Herzen teils in der Augustinerkirche und Eingeweide in den Katakomben des Stephansdoms. Die Praxis änderte sich über die Jahrhunderte.

Öffnungszeiten und Eintritt

Aktuell nennt die Kaisergruft täglich 10:00–18:00 Uhr, mit letztem Einlass vor Schließung. Der reguläre Erwachsenenpreis liegt derzeit bei 15 Euro. Touren, Preise und Sonderöffnungen können sich ändern; prüfen Sie bei Bedarf die offizielle Seite.

Wie viel Zeit einplanen?

45–60 Minuten reichen den meisten Besuchern. Geschichtsinteressierte können länger bleiben, aber ein halber Tag ist nicht nötig. Die kompakte unterirdische Anlage eignet sich auch gut bei schlechtem Wetter.

Anreise und Kombination

Der Eingang liegt bei der Kapuzinerkirche am Neuen Markt. Stephansplatz ist die praktischste U-Bahn-Station. Albertina, Hofburg, Staatsoper und Stephansdom liegen alle in bequemer Gehweite.

Wer sollte die Gruft priorisieren?

Wer sich für Sisi, Franz Joseph, Maria Theresia oder die Habsburger interessiert, sollte sie einplanen. Bei sehr wenig Zeit und geringem Interesse an Dynastiegeschichte haben die großen Paläste und Museen meist Vorrang.

Beste Reihenfolge

Besuchen Sie zuerst die Hofburg und gehen Sie danach zur Kaisergruft. Mit dem Kontext aus den Kaiserappartements wirken die Gräber deutlich aussagekräftiger.

Öffnungs-, Eintritts- und Bestandsangaben im September 2026 mit der offiziellen Kaisergruft-Seite abgeglichen.

Häufig gestellte Fragen

Wer ist in der Wiener Kaisergruft begraben?

Rund 150 Mitglieder der Habsburger-Dynastie, darunter Maria Theresia, Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth (Sisi).

Wie lange braucht man?

Etwa 45–60 Minuten.

Ist die Kaisergruft dasselbe wie die Katakomben des Stephansdoms?

Nein. Es sind getrennte Orte, die historisch durch habsburgische Bestattungstraditionen verbunden waren.