Die Gasometer sind kein Wiener Pflichtprogramm wie Schönbrunn oder die Hofburg. Gerade deshalb sind sie spannend: Vier gewaltige runde Backsteinbauten stehen direkt an der U3 in Simmering und zeigen eine ganz andere Seite der Stadt als die Ringstraße.
Was waren die Gasometer?
Die vier Behälter wurden zwischen 1896 und 1899 für die Wiener Stadtgasversorgung errichtet und 1984 stillgelegt. Die historischen Außenmauern blieben geschützt; Ende der 1990er-Jahre begann der Umbau zu einem gemischt genutzten Stadtquartier.
Vier Gebäude, vier Architekturbüros
Jean Nouvel plante Gasometer A, Coop Himmelb(l)au B, Wilhelm Holzbauer C und Manfred Wehdorn D. Außen wirken die Backsteinzylinder wie eine Serie, innen unterscheiden sich die modernen Einbauten deutlich.
Was ist heute darin?
Die Gasometer sind Wohn- und Arbeitsgebäude mit öffentlich zugänglichen Gewerbeflächen und einer großen Veranstaltungshalle. Es handelt sich nicht um ein Industriemuseum; Wohn- und Bürobereiche sind selbstverständlich privat.
Lohnt sich das Einkaufszentrum?
Für Besucher ist das Shopping nicht der Hauptgrund für den Weg nach Simmering. Interessanter sind Maßstab, Backsteinfassaden und der Kontrast zwischen Industriehülle und moderner Architektur. Für klassisches Shopping ist die Mariahilfer Straße praktischer.
Konzerte und Events
In Gasometer B befindet sich eine große Veranstaltungshalle. Ein Konzert kann den besten Anlass für den Ausflug bieten; Programm und Einlassbedingungen sollte man separat prüfen.
Anreise
Mit der U3 bis Gasometer fahren. Der Komplex liegt direkt an der Station und erfordert keine komplizierte Weiterfahrt.
Zeitbedarf
Für einen Rundgang durch die öffentlichen Bereiche reichen etwa 45 Minuten. Wer Architektur vergleichen möchte, plant 60 bis 90 Minuten ein.
Für wen lohnt es sich?
Priorität haben die Gasometer für Fans von Industriegeschichte, Stadtentwicklung und adaptiver Wiederverwendung. Bei einem sehr kurzen Erstbesuch bleiben die großen Sehenswürdigkeiten im Zentrum wichtiger.
Planungstipp
Als Architektur-Abstecher bei Tageslicht behandeln oder gezielt mit einer Veranstaltung verbinden — nicht als klassisches Ticket-Highlight.
Architektur, Lage und heutige Nutzung im September 2026 mit WienTourismus abgeglichen.
Häufig gestellte Fragen
Wofür werden die Gasometer heute genutzt?
Als gemischt genutzte Gebäude mit Wohnungen, Gewerbe und einer Veranstaltungshalle innerhalb der historischen Backsteinhüllen.
Kann man die Gasometer betreten?
Ja, die öffentlichen Bereiche sind zugänglich; Wohn- und Bürobereiche sind privat.
Wie kommt man hin?
Mit der U3 bis zur Station Gasometer direkt am Komplex.
Lohnt sich ein Besuch?
Vor allem für Architektur- und Industriekultur-Interessierte; bei wenig Zeit sind die zentralen Wiener Highlights wichtiger.
